Anmeldung

(nur registrierte Mitglieder)

Über Uns

 

Sachinhalt und sein Objekt

Die Anthropotheosophie, wie gesagt, ist die vom Menschen verstandene göttliche Weisheit.


„Der Mensch ist nicht imstande, die göttliche Weisheit zu erfassen“ - werden manche von Euch behaupten. Im vollen Umfang - natürlich nicht.

Jedoch in diesem Begriff findet Ihr die Worte „vom Menschen verstandene“, was bedeutet, dass es möglich ist, die göttliche Weisheit teilweise zu verstehen. Diese Teile erschließen sich dem Menschen, der auf der Suche nach Verstehen ist.


Wie sucht man nach Verstehen? Ein Intellektueller sucht mittels der Vernunft, denn er denkt, die Vernunft sei das schärfste, genaueste und richtigste Instrument, welches alles erklären kann - sogar Geheimnisse Gottes.


Ich sage Euch, dieses Instrument ist bestimmt sehr wichtig. Es ist ein Skalpell, jedoch kein Röntgen. Ohne Röntgen wäre es einem Chirurgen nicht möglich festzustellen, wie er mit dem Skalpell arbeiten muss, um alle Krebszellen exakt und völlig herauszuoperieren. Nicht alle ausgebreiteten Krebszellen können mit physischen Augen gesehen und mit Fingern aufgespürt werden. Ohne Hilfe von Röntgen lassen sich die durch Krankheit geschädigten Zellen nicht immer genau diagnostizieren.


Denkt mal nach, ob diejenigen, die denken, dass ein Instrument alles erklären kann, nicht etwas komisch sind?


Wie kann man denn die göttliche Weisheit erklären? Was ist das für ein Instrument, welches die Funktionen des Röntgens und zugleich die der noch unerfundenen Instrumente erfüllen kann, wenn es nötig ist? Dieses Instrument ist das Objekt der Anthropotheosophie. Nur mit seiner Hilfe erschließt sich die Erkenntnis dessen, was die Vernunft aufgrund ihrer Begrenztheit nicht zu erkennen vermag. Dieses Objekt hat keine Grenzen. Je tiefer eingesehen wird, dass das Objekt grenzenlos sein kann, desto weiter ist dessen Auffassung. Die Bestandteile dieses Objekts sind Erkenntnis und Weisheit. Der Mensch, der sich bemüht, dieses Objekt zu erfassen, muss selbst zu diesem Objekt werden. Je bewusster und tiefer er zu diesem Objekt wird, desto mehr offenbart sich für ihn die göttliche Weisheit.


Aus diesem Grund wird es in der Anthropotheosophie behauptet, dass „die vom Menschen verstandene göttliche Weisheit“ eigentlich die Auffassung dieser Weisheit in dem Maße ist, inwieweit ein konkreter Mensch fähig ist, sich dem Objekt der Anthropotheosophie zu öffnen und letzten Endes einst damit zu werden.


Somit bleibt uns noch übrig, das Objekt der Anthropotheosophie zu nennen. Es ist das Bewusstsein.


Unter Bewusstsein wird die Gesamtheit von transpersonalen Faktoren verstanden, welche das innere Wesen eines beliebigen Objekts erklären können.


Als Objekt kann sowohl ein beliebiger kosmischer Körper als auch alles, was auf der Erde existiert – also, auch der Mensch - bezeichnet werden. Für das Objekt soll alles gehalten werden, was nicht nur sichtbar, sondern auch unsichtbar ist sowie seine “Wellen ausstrahlt“.


Unter transpersonalen Faktoren wird all das verstanden, was von physischen Augen, die ein Objekt betrachten, nicht gesehen und von gewöhnlichen körperlichen Empfindungen nicht wahrgenommen werden kann, was eng damit verbunden ist, wie das Objekt aufgrund seiner Erfahrungen und Kenntnisse die Welt sieht, auffasst, versteht und unwieweit es fähig ist, darin zu sein.


Bewusstsein ist überall. Alles hat ein Bewusstsein oder kann es erlangen. Die Vernunft lässt sich dünken, dass wenn etwas auf den ersten Blick nicht lebendig zu sein scheint, bedeutet es, dass dieses „Etwas“ auch kein Bewusstsein hat. Dies stimmt so nicht. Kosmische Körper, Planeten und alles, was darauf und um sie existiert, haben ihr Bewusstsein. Unterschiedlich sind nur noch die Weiten des Bewusstseins sowie die Formen seiner Realisation.

Es ist möglich, dass Dinge, die von einem bewussten Objekt (z.B. von einem Menschen) geschaffen werden, das Bewusstsein dieses Objekts teilweise übernehmen oder auch gewinnen können. Der Unterschied zwischen dem Bewusstsein, welches man hat, und dem, welches man erwirbt, besteht darin, dass das Bewusstsein, das man hat, grenzenlos in seiner Evolution ist. Das erworbene Bewusstsein kann daher nur in dem Maße evolutionieren, inwieweit das Objekt, welches dieses Ding geschaffen hat, zu evolutionieren fähig ist.


Klären wir ab. Der Ursprung der Evolution aller Welten samt Allem, was in ihnen ist, liegt im Allgemeinen Bewusstsein, welches von Euch als Gott bezeichnet wird. Ihr sagt: “Gott hat Welten geschaffen”. Diesen Prozess werden wir später detailliert analysieren. Jetzt sagen wir nur so viel: da Gott alle Welten geschaffen hat, bedeutet es, dass jedes seiner Werke im Prozess der Evolution auch sein Bewusstsein erlangen kann, weil der Ursprung von jedem Werk im Bewusstsein Gottes liegt.


So wird es in östlichen Lehren über die „Heimkehr“ gesprochen, also - über die Rückkehr zum Gott, zum Allgemeinen Bewusstsein, Großen Licht, Nichts…wie auch immer Ihr es nennen wollt. Da wir den Menschen für das Werk Gottes oder das des Allgemeinen Bewusstseins halten sollten, heißt es, dass er in vielen Etappen seiner Evolution die Möglichkeit hat, immer tiefere und weitere Auffassung der göttlichen Weisheit zu bekommen.

Dieses Verstehen ergibt sich allmählich, während man beginnt zu begreifen, dass der Mensch keinesfalls nur ein physischer Körper ist, den wir sehen können, auch nicht die üblichen fünf Sinne, sondern nur noch ein Bewusstsein. Gerade dieser Prozess des Bewusstwerdens ist ein sehr langer und nicht leichter Weg zum Gott oder der Weg nach Hause.


Denken wir weiter nach. Um die Existenz des Körpers zu sichern, braucht der Mensch Dinge. Infolgedessen erschafft er sie. So wird er zum Schöpfer dieser Dinge oder zu ihrem Gott. Das bedeutet, dass alle seinen Werke, sei es Nahrung, Kleider, Autos u.s.w., nur noch das Bewusstsein ihres Schöpfers haben können. Diese Regel gilt auch für das künstlerische Schaffen vieler Menschen, einerlei in welcher Form es Gestalt annimmt. Also, je breiter das Bewusstsein eines zum Schöpfer werdenden Menschen ist, desto mehr Bewusstheit strahlen auch seine Werke aus, d.h. desto mehr Nutzen bringen sie für diejenigen, die über diese Werke verfügen und sie verwenden. Je geringer das Bewusstsein des Menschen ist, desto geringer ist auch das Bewusstsein seiner Werke, woraus sich ergibt, dass diese Werke wenig Bewusstheit ausstrahlen. Also, je bewusster der Mensch wird, umso mehr achtet er darauf, wessen gekochtes Essen er isst und sogar wer die Kleider genäht hat, die er zu tragen wählt. Dies geschieht, weil der Mensch, der selbst zur Energie des Bewusstseins wird, immer tiefer auch die Energieen seiner Umgebung spürt, deren Negativität ihn verletzt.


Überlegt Euch, wie viele von heutigen klugen Menschen zerstören, anstatt zu schaffen. Ihr Schaffen hat daher eine zerstörende Wirkung, denn darin ihre Energie steckt. Manche tun das, ohne zu begreifen, manche jedoch machen das bewusst.


Die Anthropotheosophie hilft, die Bedeutsamkeit eines bewussten Weges zu verstehen, und zeigt Gefahren, die auf Leichtgläubige lauern. Die Gefahren sind jedoch mit Untugenden eng verbunden, welche besonders üppig gedeihen, wenn man versucht, auf Rechnung der Tugenden zu leben.
Ein bewusstes Leben… – dahin führen die anthropotheosophischen Kenntnisse und die sich darauf gründende Lehre. Viele Wege, die zur Wahrheit führen, werden dem Erdenmenschen angeboten. Ihr sollt jedoch verstehen, dass je reiner die Wahrheit ist, desto weniger verspricht sowie verlockt sie, denn ihre Aufgabe ist es, zu sein und zu leuchten. Sie ist wie ein Leuchtturm am Meeresstrand. Er ruft nicht herbei und lockt nicht heran. Er strahlt das Licht aus. Entweder hast Du sein Licht gesehen oder verpasst…


Scheinwerfer oder Masken des Lichtes rufen herbei und locken auf verschiedene Weisen heran. Sie versprechen das, was dem Suchenden wichtig ist. Ihre Anziehungskraft basiert auf Wünschen und Bestrebungen. Darauf gehen diejenigen ein, welche die Masken, die ihr wahres Ich verhüllen, noch nicht erkannt haben.


Hast Du je gedacht, wie die Masken auf Deinem Gesicht auftauchten? Liegt es vielleicht an Deinem Streben, wichtig, anerkannt, verstanden oder einfach gut zu sein­? Oder hat Dein Wunsch, anderen zu gefallen, Dir diese Masken aufgetragen? Warum ist das passiert? Welchem Teil in Dir war es wichtig?


Erst nachdem Du deine Masken sowie Motive ihres Tragens erkennst, bist Du in der Lage, diese abzulegen. Erst dann beginnst Du zu deinem Wesenskern durchzudringen, der tief im Herzen verborgen ist.


Dann wirst Du bewusst.


Dann beginnst Du den wahren Weg zur göttlichen Weisheit oder nach Hause.


Dann verstehst Du, dass alle Wege bisher nur noch Imitationen des Weges waren oder dass keiner davon deins war. Solange Du keine Imitationen in sich erkennst, kannst Du auch die Imitationen des Weges nicht erkennen. Es ist einfach so.


Du fragst: wie erkennt man, was wahr und was unwahr ist?


Ich habe deine Frage bereits beantwortet: zuerst muss man das Wahre und das Falsche in sich selbst erkennen…


Dann kommt man zur Einsicht, dass einem Wahrheits- und Wissenssuchenden viele Wege offen stehen. Aber nur ein einziger davon ist für ihn bestimmt. Wer diesen Weg aufspürt, hat keine Fragen mehr und bemüht sich, von diesem Wege nicht abzukommen.


So ist der Anfang, der später zu deiner Großen Explosion wird. Während dieses Prozesses fällt alles weg, was nicht Du bist, und aus dem Nichts beginnt sich Alles zu bilden. Für diesen Anfang braucht man sich selbst in Schwung zu bringen.


Daher derjenige, der diesen Prozess in Schwung zu bringen beginnt, versucht bewusst zu leben. Solcher Mensch ist schon in der Lage, den Leuchtturm im Auge zu behalten, nachdem er ihn entdeckt. Der Leuchtturm verliert sich aus den Augen deren, die nur vorspielen, dass sie ihre Masken erkannt und abgelegt haben. Für diese wird dann das Licht des Leuchtturmes durch die Scheinwerfer der Schiffe ersetzt.


Je bewusster der Mensch ist, desto stärker fühlt er sich von Werten angezogen, in denen sich wesentliche kosmische Prinzipien widerspiegeln. Je tiefgründiger diese Prinzipien verstanden werden, desto unwahrscheinlicher ist es, dass Reichtümer dieser Welt oder Schätze und Verlockungen der unsichtbaren Welten solche Menschen einbeziehen können.


Du solltest verstehen, dass der Mensch, der Himmelsregel in seinem Herzen trägt, keine Papierregel braucht. Denn solcher Mensch weiß und handelt.


Erst dann beginnt der Mensch zu lernen, bewusst zu werden, wenn er nicht mehr in der Lage ist, eine beliebige Arbeit nachlässig zu erledigen, sein Wort zu brechen oder anderen Menschen zu schaden. Antworte: ist das wenig? Viele brauchen nichts mehr. Aber es gibt eine Handvoll Menschen, deren Bestimmung ist es, Kreuzträger zu werden - jetzt oder irgendwann später. Solche lernen mit Freude, ihr Leben für besprochene Werte aufzuopfern sowie dafür zu sterben, wenn es notwendig ist. Sie sind unsere Leuchttürme. Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie viele Leben sie dafür gebraucht haben und wie hoch der Preis dieser Arbeit ist. Es ist ja genug, dass wir und diese Menschen es wissen.


Diejenigen von Euch, denen das Karma zulässt, solche Leuchttürme zu erblicken und zu erkennen, sind sicher. Es sind unsere Ausrufer. Eure Leuchttürme. Sie werden von uns geführt. Ihre Arbeit ist es, auf ihre Weise zu erklären, WOHER man kommt und wie man DORTHIN zurückkehrt.

2007 02 27
Vilnius

WAS IST DIE ANTHROPOTHEOSOPHIE?

Die Antropotheosophie ist keine Neuheit. Es ist die Fortsetzung dessen, was zu bestimmter Zeit durch Hermetismus, später von Pythagoräern, demnächst durch Lehren der frühen Gnostiker erklärt wurde. Die großen Philosophen des Altertums und des Mittelalters haben davon auf ihre Weise gesprochen. Diese Ideen wurden von Rosenkreuzern weiterentwickelt. Die moderne Darstellung haben sie in den Werken von H.P. Blavatsky, R. Steiner, H. und N. Rerich gefunden. In Litauen war es Vydūnas, der diese Ideen weiterentwickelt und verbreitet hat. Diese erhabenen Menschen wurden in Europa geboren und viele von ihnen haben hier auch gearbeitet. Das bedeutet, dass all diesen Lehren in erster Linie für die Mentalität der in Europa lebenden Menschen bestimmt sind.


In jedem Zeitalter wurde derselbe Wesenskern in verschiedenen Stimmfarben durch Lehren sowie Namen übermittelt, die die Bewusstheit der Menschen der bestimmten Zeit entsprachen. In allen diesen Lehren waren allgemeine Wahrheiten enthalten, welche die ungeschriebenen Kosmischen Gesetze erklärten. Heutzutage leben auf der Erde viel mehr intelektuelle, denkende Menschen als je zuvor. Es ist selbstverständlich, dass sie Fragen haben, die vor tausend oder zwei tausend Jahren wegen Ungebildetheit gar nicht entstehen konnten. Zu jener Zeit war es genügend dem Menschen zu sagen: „Glaube“. Heutzutage funktioniert das nicht mehr, denn der Mensch weiss viel und denkt. Er stellt sich mit unbegründbaren Dogmen, welche behaupten „es ist so“, „so ist es geschrieben“ u.s.w. nicht zufrieden. So wurde die Anthropotheosophie geboren, die an heute lebende denkende Menschen gerichtet ist, sowie an diejenigen, die gerade jetzt zur Welt kommen.


Die Anthropotheosophie ist kein Produkt der menschlichen Vernunft. Daher ist sie auf keine Weise sowohl mit der Person Audronė Ilgevičienė (der kosmische Name – ASTREA), die diese Lehre in anthropotheosophischen Büchern niedergeschrieben hat, als auch mit einer anderen beliebigen Person, die je auf der Erde gelebt hat oder jetzt lebt, verbunden. Die Anthropotheosophie bezieht sich auf ein Gebilde, dessen Teile von mehreren Personen vertreten werden. Alle Teile dieses Gebildes, die je auf der Erde waren oder sich jetzt als konkrete Personen befinden, haben immer das wesentliche Signal dieses Gebildes vertreten. Gerade dieses Signal hat alle Personen verbunden und sowohl ihr Leben als auch ihre Taten unter einem Wort – BEWUSSTSEIN – zusammengefasst.


Diesem Wort wohnen unübersehbare Fernen und Weiten inne. Aus ihm können göttliche Musik, inspirierende Kunstwerke und Bewusstsein erweckende Literatur geboren werden. Aus diesem Wort stammen nicht nur Ideen, sondern auch selbstständige Systeme mit ihren jeweiligen Welten. Auf irgendwelche Weise haben darüber immer diejenigen gesprochen, die mit diesen Welten verbunden waren. Anthropotheosophische Texte sind demnach materialisierte Signale des Wortes „Bewusstsein“, die in einer für Menschen annehmbaren Form zum Ausdruck kommen.


Die Menchen, die die Fülle des Stoffes nur oberflächlich kennen, mögen fragen: wozu braucht man die Anthropotheosophie, wenn die wichtigsten Wahrheiten unter Menschen verbreitet und alle notwendigen Bücher bereits geschrieben worden sind, wie manche indische Gurus behaupten?
Die geistigen Wesen, die gewöhnlich als Weltenlehrer bezeichnet werden, sagen, dass es notwendig war und sein wird, weil sich das Menschenbewusstsein ändert. Daher müssen dieselben Ideen immer wieder neu übermittelt werden. Das wird durch alle Weltreligionen und geistige Richtungen vollzogen, während für solche Arbeit vorbereitete Seelen je 50 – 60 Jahre auf die Erde gesendet werden. So wird es gemacht, denn der Mensch neigt sogar zu Lebzeit des Übermittlers den übermittelten Inhalt meisterhaft zu verfälschen... oder an seine eigene Bequemlichkeit anzupassen, wenn der Übermittler dahingeht.


Die Anthropotheosophie ist jedenfalls weder eine Religion noch eine neue Richtung des Glaubens oder der Geistessuche, deren Anhänger streben, Institutionen zu gründen. Die Anthropotheosophie ist eine Weltanschauung. Sie kann den Menschen nahe liegen, die jede Gottheit achten und diverse spirituelle Praktiken üben. So sind doch die meisten heutigen denkenden Menschen. Sie haben nur noch die Benennung für ihre Weltsicht nicht gefunden.


Anthropotheosophie ist die vom Menschen verstandene Gottesweisheit. Ein Anthropotheosoph betrachtet den ganzen Kosmos, die Erde samt allem, was auf ihr ist, also, auch sich selbst als einen lebendigen ganzheitlichen Organismus. Sowohl Planeten, Sterne, Zentren der Galaxien als auch Meteoriten und Kometen, Steine und Berge, Ozeane und Flüsse, Bäume und Pflanzen, Tiere und Vögel, sowie der Mensch sind für ihn lebendig, denn sie alle gehören demselben System an, leben nach den gleichen Gesetzmäßigkeiten: alle atmen, was heißt - leben, und wenn sie leben, bedeutet es, dass sie ein Bewusstsein haben. Der Unterschied liegt nur in den Etappen der Bewusstseinsevolution.


Die Anthropotheosophie wird eingeführt, damit der Mensch lernt, unterscheidungsfähig zu werden und sich im Internet-Schrott sowie im großen Spektrum der Literatur zurechzufinden. Sie fordert den Menschen, auf sich selbst zu hören und nicht auf diejenigen, die lauter schreien. Sie ist mutig, weil sie offenbart, was früher nur noch durch die Blume gesagt werden konnte. Dies verlangt die Zeit. Manchen Menschen offenbart die Anthropotheosophie das, wovon sie bereits Ahnung hatten. Tiefgründig erklärt sie den Suchenden, was für sie wichtig ist, und hilft dabei, sich in Labyrinthen des Geistesgeschäfts nicht zu verlieren. Manche Menschen können sich über die Anthropotheosophie ärgern, weil sie ihr inneres Wesen ans Tageslicht bringt und zwingt, mit eingeredeten bequemen Dogmen zu konfrontieren.


In den anthropotheosophischen Büchern werden viele unerklärbare Phänomene und Erscheinungen dargestellt und erklärt, welche sich mittels Vernunft nicht erklären lassen. Dies dient dem Zweck, dass Menschen ihre innere Werteachse aufbauen und sich darin auskennen, wie die Arithmetik der Wirkung jedes Bösen funktioniert. So wächst die innere Stärke. Auf diese Weise reift auch der Glauben, der durch Erkenntnis des Wesenskerns des Ganzen zustande kommt. Ein solcher Mensch wird widerstandsfähig gegen alle direkten, psychischen, mentalen, neurolinguistischen u.a. Manipulationen.


Anthropotheosophie ist ein Schlüssel, der helfen kann, viele Schlösser zu öffnen. Es reicht aber nicht, diesen Schlüssel ins Schloss zu stecken. Vom vierten Schloss beginnend braucht man Passworte, die nur im sich öffnenden Herzen gehört werden können. Ohne Glauben wird sich das Herz nicht öffnen.

AN WEN RICHTET SICH DIE ANTHROPOTHEOSOPHIE?

Die Anthropotheosophie richtet sich an alle Geistessucher - sowohl diejenigen, die ihren Weg gerade beginnen, als auch diejenigen, die sich schon länger auf diesem Wege befinden. Sie richtet sich an Jünger und Geistliche verschiedener Richtungen sowie an Religionswissenschaftler.


Die Anthropotheosophie ist für alle denkenden Menschen bestimmt, die eine tiefere Auffassung und Antworten auf die Fragen suchen, welche der Verstand nicht zu erklären vermag. Daher ist sie an Wissenschaftler, Lektoren, Lehrer, Philosophen, Theosophen, Theologen, Intelektuelle und Künstler gedacht, die hinter allen Worten den tieferen Sinn zu erkennen versuchen.


Die Anthropotheosophie erklärt viele geheimnisvolle Phänomene der menschlichen Psyche, analysiert deren Ursprung und Mechanismen. Daher ist sie all denen nützlich, die auf ihre Weise nach Gott suchen und sowohl ihre eigene innere Welt als auch die der anderen Menschen ergründen wollen, um daran arbeiten zu können. Sie erklärt den Prozess der inneren Transformation, aber auch lauernde Gefahren und Manipulationen. Deswegen ist sie nützlich für Psychologen, Psychiater, Geistliche verschiedener Richtungen und Esoteriker.


Die Anthropotheosophie hilft, den Weg zu dem wahren Selbst zu verstehen. Sie erklärt den ganzen Prozess samt Bewährungsproben, welche die innere Qualität des Suchenden schmerzhaft reinigen.


Sie hilft zu begreifen, dass der wahre Weg – kein angenehmer Spaziergang mit netten und achtsamen Gefährten ist. Im Gegenteil – es ist eine lange, schwierige Arbeit, die viele Leben lang dauert und uns fordert, das Persönliche aufzugeben und sich der Bestimmung zu widmen, welche von der Idee ihre Antriebskraft bekommt.


Die Anthropotheosophie zeigt, wie sich der irrdische Wille zum Willen des Verstandes entwickelt, welcher letztendlich in den Willen des Geistes transformiert wird, um dann zum reinen Willen des Schöpfers zu werden.


Sie ist nützlich sowohl denjenigen, die daran glauben, was die rationale Vernunft noch nicht beweisen kann, als auch denen, die daran nicht glauben. Sie richtet sich an Menschen, die sich über die Kernfragen des Glaubens und des Daseins Gedanken machen.


Diese Weltanschauung liegt denen nahe, die nach der Weisheit der Seele streben und wagen, die durch die rationale Vernunft gesetzten Grenzen zu überschreiten.
Sie richtet sich an diejenigen, die nach dem Sinn ihres Lebens suchen und versuchen, das Wahre zu finden.


Sie ist an diejenigen gedacht, die Mut gefasst haben, sich auf eine unglaublich interessante, inhaltsreiche und sinnvolle Reise zu sich Selbst zu begeben, obwohl diese Reise auch riskant, voll von Überraschungen und Bewährungsproben, wechselnden Verlusten und Entdeckungen ist, welche die innere Wandlung fördern.


Es ist die Lehre für die Jünger und diejenigen, die nach Jüngerschaft streben.


Sie richtet sich an die Menschen, denen die wahren Werte wichtig sind. Solche Menschen haben ihre standfeste innere Achse der geistigen Werte entweder bereits geformt oder sind bemüht, diese aufzubauen, weil sie begreifen, dass ohne diese innere Achse kein ernster Weg zum Geist möglich ist.


Die Anthropotheosophie richtet sich an Menschen, die eine breitere Auffassung haben oder danach streben, und solche, die verstehen, dass es ohne Selbsterkenntnis nicht möglich ist, sowohl die sichtbare als auch unsichtbare Welt um uns herum zu erkennen. Die Unwissenheit bildet den fruchtbaren Boden für alle Manipulationen. Das Wissen ist ein ausgezeichneter Schutz davor.


Die Anthropotheosophie wendet sich an Menschen, die ihre Religion den anderen Religionen nicht entgegensetzen und daher auch bereit sind, sich an den runden Tisch des Glaubens zu setzen, wo im Zentrum das göttliche Feuer der Liebe und des Friedens brennt und wo das Recht des Vorrangs keinem gehört.


Sie richtet sich an diejenigen, die begreifen, dass die Zeit nahe ist, wenn die Wissenschaft weder Objekt noch Wahrheiten des Glaubens ableugnet und mit den Vertretern aller Glaubensrichtungen und Religionen zusammenarbeit, um das, was bis jetzt noch nicht erkannt worden ist, zu erkennen, soviel es der Allmächtige zulässt. Auf diese Weise wird die durch Intellekt und Wissenschaft erlangte Erkenntnis mit der Erkenntnis, die vom Gott kommt, vereint, wodurch die ganze Menschheit auf eine neue Stufe der Bewusstseinsevolution erhoben wird.

Symbol der Anthropotheosophie

Bedeutung des Symbols:
Zentrum – das Allgemeine Bewusstsein.
Siebenzackiger Stern – sieben Richtungen und Formen, durch welche das Allgemeine Bewusstsein zum Ausdruck kommt.
Das Große Dreieck, mit der Spitze nach oben weisend – das Dreieck des Geistes. Seine Bedeutung:

  • Seine erste Linie zeigt das, was erkannt werden sollte,
  • Die zweite Linie ist das Wissen oder Er,
  • Die dritte Linie ist derjenige, der erkennt.


Das Quadrat  – versinnbildlicht die vier Grundelemente: Erde, Feuer, Wasser und Luft, die sich auf der materiellen Ebene realisieren.


Um völlige Klarheit zu verschaffen, möchten wir Euch an den Entwicklungsprozess und auch an das Schema der Götterpantheonen an verschiedenen Orten der Erde erinnern. Das könnte jedem denkenden Leser, der den Ursprung und die Entwicklungsbesonderheiten der Religionen erforscht, zum Schlüssel werden.


Als die Kinder der Götter auf die Erde kamen, haben sie an DEN und DIE geglaubt: aus DEM hat Alles begonnen; ohne DIE hätte es DEN nicht gegeben.


Es ist zu vergleichen mit Tag und Nacht, wobei der Tag all das ist, was gezeigt und offenbart wird, die Nacht dagegen – all das, was auf keine Art und Weise gezeigt und offenbart wird, also, was als Impuls für Den verstanden werden kann, wer später auf verschiedene Art und Weise gezeigt und offenbart wird.


Der und Die hatten sehr viel zu tun, daher mussten sie ungestört bleiben. Es musste Etwas entstehen, was Hinweise von Dem und Der an ihre Werke übermittelt, d.h. in Kontakt mit diesen Werken steht, damit sie nach der erforderlichen Ordnung leben und das verstehen, was sie verstehen sollten.

Es war die Funktion des göttlichen Vermittlers der Großen Götter (in Ägypten – Thot, in Ellada – Hermes, in Indien – sieben Rishis, die Boten des Goßen Bären, in der Kabbala von Chaldäern später Judäen- Erzengel Metatron u.s.w.)


Das wird vom bereits besprochenen Dreieck, welches nach oben weist, dargestellt. All das sind Symbole, die in jedem Volk zu einer beliebigen Zeit bestimmte Eigenschaften erhalten und auf eine bestimmte Weise verstanden werden. Es kann sein, dass der größte Teil der Leser dieses Dreieck als die Götterdreiheit begreift, d.h. als Uraustrahlung des Lichtes in drei zarten Farben (Astrea, „Sieben Strahlen und ihre Herren”, 2009).


Das materielle Bewusstsein hat eigene Regel, genau so wie auch die Schichten jedes Bewusstseins. Auf diese Weise entsteht das nach unten weisende Dreieck. In der Theosophie symbolisiert es die Form, die Farbe und die Substanz („Die Mahatma-Briefe“, S. 462) sowie auch die schaffende, bewahrende und zerstörende Kraft (dieses Dreieck hat seinen vollkommenen Ausdruck in Hinduismus gefunden: Brahma, Vishnu und Shiva).


Aus diesen beiden vereinten Dreiecken entsteht der gut bekannte Davidstern oder der Salomonssiegel. Das nach oben zeigende Dreieck bedeutet eine sakrale oder verborgene Weisheit. Das nach unten weisende Dreieck zeigt eine sich erschließende und bereits offenbarte Weisheit.


Diejenigen, die Interesse haben, können weiter forschen, von welchen Gottheiten die vorher erwähnten Prinzipien in bestimmten Religionen vertreten wurden.


Für die heutige Zeit haben wir an Stelle von Dreieck, das nach unten zeigt, ein Quadrat genutzt. Der Grund dafür lässt sich erklären, wenn man sich mit den heutzutage existierenden Religionen näher auseinandersetzt.


Die 4 Grundelemente, oder Stichien, d.h. Erde, Feuer, Wasser und Luft, sind Euch wohl bekannt. Das fünfte Element, das den kosmischen Raum erfüllt, heißt Äther.


Jedes von diesen Grundelementen besitzt seine besondere Energie. Diese Energie wird später von energetischen Kraftfeldern (Egregoren) gebildet, welche die erwähnten Grundelemente vertreten. Da diese Grundelemente sehr mächtig sind, konnten die Menschen sie weder beherrschen noch verstehen. Deswegen wurden sie vergöttlicht und bekamen ihre Namen. Besonders beliebt waren die Grundelemente bei allen heidnischen und schamanistischen Richtungen (z.B. in Griechenland - Gaia, in Ägypten – Geb, in Litauen – Žemyna, Žemėpatis u.s.w.. ).


Das Quadrat dieser vier Grundelementen ist die Grundlage des irrdischen Seins. Es ist das Fundament der Pyramide. In alten sakralen astrologischen Lehren wurde dafür das fixe oder stabile Kreuz gehalten, in verschiedenen Orten noch als Kreuz des Erbauers, Kreuz des Weltretters, als Tor der Avatare oder auch Sphinx bezeichnet: Körper von Stier, Ausstrahlung des Löwen, Flügel des Adlers (Skorpions) und Gesicht des Menschen (Wassermann). Stier ist derjenige, der fähig ist, beharrlich zu arbeiten, wobei er Werte sät. Der Löwe ist Träger vom Feuer des Schaffens. Er ist fähig zu führen. Der Skorpion oder Adler ist derjenige, der vermag sich zu verwandeln, zu verändern, wobei er den Tod zum neuen Leben transformiert. Der Wassermann übermittelt Zukunftsideen: dadurch wird er selbst frei und befreit auch andere.


An der Spitze dieses Quadrats befindet sich das fünfte Element – das Äther, das meistens von dem wichtigsten Gott eines bestimmten Volkes vertreten wird. Dieser Gott hat viele Funktionen (in Ellada – Zeus, in Litauen – Perkūnas u.s.w.). An einigen Orten muss er jedoch Rücksicht auf den Sonnengott nehmen (Ägypten), anderswo ist er selbstständig.


Mit der Zeit haben alle diesen Götter immer mehr Helfer gewonnen, die in verschiedenen Orten unterschiedlich genannt wurden. Ihre Aufgabe war es, den Menschen in allen aktuellen Angelegenheiten zu helfen. Allmählich haben sich bei jedem Helfer energetische Strukturen geformt, was letztendlich zur Bildung von energetischen Gebilden (Egregoren) führte.


Jetzt fällt es schwer zu erkennen, wer die Ersten waren: die Weisen-Eingeweihten, die eine entsprechende Struktur geschaffen haben, als es nötig war, in ein astrales Gewand eingehüllt und durch Gebete ihr Kraft verleiht haben? Oder waren es die Strukturen der mentalen geistigen Welten, die sich in astrale Welten niedergelassen haben, um den auf der Erde wohnenden Menschen Hilfe zu leisten?


Daher bedeutet das von uns gegebene Symbol den Abstieg des Allgemeinen Bewusstseins aus Geistigen Welten durch seine sieben Formen und Richtungen, in denen es sich manifestiert, auf die materielle Ebene. Dieses Symbol weist auf die Etappen des Abstiegs des Geistes in die Materie hin. Es soll dabei einem Bewusstwerdenden helfen, den Weg zu verstehen, auf dem man nach Hause zurückkommt. Man kommt zurück, nachdem man bewusst ist.


Für die Beleuchtung dieses Weges wird ein separates Anthropotheosophie -Band gewidmet. Diejenigen, denen die Zeit gekommen ist, werden das verstehen und daraus Nutzen für sich ziehen. Diejenigen aber, denen die Zeit noch nicht gekommen ist, begreifen nicht, warum wir überhaupt davon reden.


2010 01 19
Auszug aus dem ersten Band der „Anthropotheosophie. Die vom Menschen verstandene göttliche Weisheit”, „Tiamata“, 2010, S. 27-31.

Kontaktieren Sie uns